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Fachtherapeut für NeuroKognitive Rehabilitation (VFCR)®

NEU

Gebühr ab:

3.500,00 €

Zielgruppe:

Ergotherapeuten, Physiotherapeuten

Inhalt dieser Weiterbildung

Die neurokognitive Rehabilitation basiert auf dem Konzept des Begründers Prof. Carlo Perfetti. Dabei wird die Aktivierung kognitiver Prozesse (Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Sprache, Lernfähigkeit und Imagination) zur Wiederherstellung verloren gegangener Funktionen als wesentlich erachtet. Patienten lernen im Rahmen der Behandlung mit Hilfe kognitiver Prozesse, ausgewählten Übungen und Übungsstrategien eigenständig Pathologien zu kontrollieren und ihre Bewegungsfähigkeit zu erweitern. Neben den theoretischen Grundlagen und Basisprinzipien zeigt die Weiterbildung spezifische Anwendungsprinzipien der neurokognitiven Rehabilitation für die Bereiche Neurologie, Orthopädie, Pädiatrie und Handtherapie auf. Die Übertragung des Erlernten in die Behandlung von Patienten wird durch zwei Praxismodule unterstützt. Zur Qualitätssicherung des Therapieprozesses werden Bezüge zur evidenzbasierten Praxis (EBP) und der ICF hergestellt.

Neben theoretischen Inhalten sind praxisbezogene Elemente der Selbsterfahrung, Analyse von Patientenvideos, Erproben von Übungen, Tests und Therapiematerial sowie die Behandlung von Patienten wesentliche Bestandteile der Weiterbildung.

Für den Abschluss als Fachtherapeut für NeuroKognitive Rehabilitation VFCR® müssen alle Module absolviert werden. Die Weiterbildung startet im September 2020 und endet im Januar 2022.

Modul 1 Teil 1 [25 FP]

Einführung in die theoretischen Grundlagen der neurokognitiven Rehabilitation

Aktuelle neurowissenschaftliche Erkenntnisse bilden die Grundlage des Therapiekonzeptes der neurokognitiven Rehabilitation, auf der Basis des Konzepts von Prof. Carlo Perfetti. Die neurokognitive Sichtweise betrachtet Rehabilitation als einen Lernprozess unter pathologischen Bedingungen. Es wird davon ausgegangen, dass die Qualität der Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit durch die Aktivierung kognitiver Prozesse beeinflussbar ist. Patienten lernen im Rahmen der Behandlung mit Hilfe kognitiver Prozesse eigenständig auf Pathologien einzuwirken und ihre Bewegungsfähigkeit zu erweitern.

Kursinhalte:

  • Grundprinzipien der neurokognitiven Rehabilitation
  • Bedeutung kognitiver Prozesse in Bezug auf die Bewegungswiederherstellung
  • Spezifische Motorik eines Hemiplegikers
  • 3-Stufen Konzept des Übungsaufbaus
  • Übungsdurchführung (Therapiematerial, Einsatz von Sprache, Handling des Patienten)

Neben theoretischen Inhalten sind praxisbezogene Elemente der Selbsterfahrung, Analyse von Patientenvideos und die Behandlung eines Demonstrationspatienten wesentliche Bestandteile der Weiterbildung.

Ziel: Du wirst befähigt auf Basis der theoretischen Kenntnisse im Therapiealltag erste Schritte der Befunderhebung durchzuführen, geeignete Übungen auszuwählen und in der Behandlung von hemiplegischen Patienten anzuwenden.

Modul 1 Teil 2 [25 FP]

Instrumente der Übung, das Profil des Patienten, Befunderhebung

Dieses Modul dient der Vertiefung der theoretischen Grundlagen des Konzeptes der neurokognitiven Rehabilitation für die Behandlung von Hemiplegiepatienten. Moderne Therapieinstrumente, wie die motorische Imagination werden anhand von wissenschaftlichen Studien erläutert und in ihre praktische Anwendung dargestellt. Ein weiterer Schwerpunkt bildet die differenzierte Bewegungsanalyse der oberen und unteren Extremitäten am Beispiel eines Hemiplegikers.

Kursinhalte:

  • Vertiefung der kognitiven Theorie zur Wiederherstellung von Bewegungsfähigkeit
  • Funktion und differenzierte Bewegungsanalyse der oberen und unteren Extremität
  • Besonderheiten der Behandlung des Rumpfes
  • Übungsinstrumente (motorische Imagination, bewusste Erfahrung, verbale Beschreibung)
  • Profil eines Patienten erstellen
  • Befunddokumentation und Behandlungsplanung

Neben theoretischen Inhalten sind praxisbezogene Elemente der Selbsterfahrung, Analyse von Patientenvideos und die Behandlung eines Demonstrationspatienten wesentliche Bestandteile der Weiterbildung. Therapiematerialien werden vorgestellt, ihre Anwendung in Kleingruppen erprobt und es werden gemeinsam neue Übungen kreiert.

Ziel: Du wirst befähigt auf Basis der theoretischen Kenntnisse der neurokognitiven Rehabilitation eine Befunderhebung durchzuführen, eine Behandlung zu planen, durchzuführen und zu evaluieren.

Modul 2 Teil 1 [25 FP]

Spezifische Anwendungsprinzipien der neurokognitiven Rehabilitation in der Neurologie (Neglect und Apraxie)

Die Behandlung von Patienten sowohl mit rechts- als auch linkshemisphärischen Läsionen stellt für Therapeuten eine besondere Herausforderung dar. Symptome wie Neglect und Apraxie schränken Patienten nicht nur stark in ihrer Handlungsfähigkeit ein, sondern nehmen Einfluss auf ihren Lernprozess. Auf die neurokognitive Sicht und die Besonderheiten bei der Behandlung von Patienten mit Neglect und Apraxie wird in Theorie und Praxis eingegangen.

Kursinhalte:

  • Vertiefung theoretischer Grundlagen zur Plastizität des ZNS und Diaschisis
  • Grundlegende neuropsychologische Erklärungsmodelle zu Neglect und Apraxie
  • Neurokognitive Hypothesen zur Behandlung von Neglect und Apraxie
  • spezifische Pathologie und Behandlungsansätze bei Neglect und Apraxie
  • spezifische Testverfahren und Therapiematerial zur Behandlung von Neglect und Apraxie

Neben theoretischen Inhalten sind praxisbezogene Elemente der Selbsterfahrung, Analyse von Patientenvideos und die Behandlung eines Demonstrationspatienten wesentliche Bestandteile der Weiterbildung. Testverfahren und Therapiematerialien werden vorgestellt, ihre Anwendung in Kleingruppen erprobt.

Ziel: Die Teilnehmer werden befähigt, auf Grundlage der neurokognitiven Rehabilitation und ihrer Theorie, eine Behandlung bei Patienten mit Neglect oder Apraxie entsprechend anzupassen, zu planen, durchzuführen und zu evaluieren.

Modul 2 Teil 2 [25 FP]

Anwendungsprinzipien in der Orthopädie

Die Wiederherstellung von Gelenkfunktionen und einem physiologischen Zusammenspiel der Muskulatur stellt unabhängig vom Auslöser und Verletzungsort, eine große Herausforderung für die Rehabilitation dar. Die neurokognitive Sichtweise der Rehabilitation von Verletzungen und Erkrankungen der Muskeln und Gelenke, geht von einer reaktiven Veränderung des zentralen Nervensystems (ZNS) aus, wenn eine schnelle Wiederherstellung auf Struktur,- und Funktionsebene nicht möglich ist. Es wird angenommen, dass Patienten mit orthopädischen Verletzungen und Erkrankungen Schwierigkeiten haben, ihr betroffenes Gelenk zu spüren und physiologisch zu bewegen. Patienten erlernen ihr Gelenk nicht nur als Mittel zur Bewegung, sondern als Sinnesorgan einzusetzen, welches wichtige Informationen an das ZNS zur Bewegungsplanung liefert.

Kursinhalte:

  • Spezifische Pathologien der Schulter, des Ellenbogens, der Wirbelsäule und der unteren Extremität
  • 4 Phasen des Gehens und das Wiedererlangen der Gehfähigkeit
  • Verletzungen und klinische Problemstellungen der unteren Extremität
  • Polyneuropathie der Füße

Neben theoretischen Inhalten sind praxisbezogene Elemente der Selbsterfahrung, Analyse von Patientenvideos und die gemeinsame Arbeit mit Fallbeispielen wesentliche Bestandteile der Weiterbildung. Testverfahren und Therapiematerialien werden vorgestellt, ihre Anwendung in Kleingruppen erprobt.

Ziel: Dieser Kurs bietet dir die Möglichkeit, die erlernten theoretischen und praktischen Grundlagen des Konzeptes der neurokognitiven Rehabilitation aus dem Modul 1 auf den Fachbereich der Orthopädie anzuwenden.

Modul 2 Teil 3 [25 FP]

Anwendungsprinzipien in der Pädiatrie

In diesem Modul werden spezifische Anwendungsprinzipien der neurokognitiven Rehabilitation im Rahmen in der Behandlung von Kindern aufgezeigt. Dabei geht es um die Berücksichtigung der nötigen Integration von sensorischen, motorischen, kognitiven und sozio-emotionalen Aspekten. Die Analyse und Interpretation der individuellen kindlichen Problematik auf Basis der Neurokognitiven Theorie bildet die Grundlage für die Gestaltung geeigneter Übungen zur Förderung der kindlichen Entwicklung.

Kursinhalte:

  • Neurokognitive Theorie (Grundlagen) in Zusammenhang mit neuesten Theorien der kindlichen Entwicklung und des motorischen Lernen
  • gemeinsame und unterschiedliche Charakteristika der neurokognitiven Herangehensweise im Gegensatz zu anderen Methoden
  • Verhalten des Kindes oder des Babys aus neurokognitiver Perspektive analysieren und interpretieren
  • Störungen der kindlichen Entwicklung aus neurokognitiver Perspektive interpretieren
  • Therapeutische Übungen, die perzeptive, kognitive, motorische und sozio-emotionale Aspekte umfassen

Ziel: Die Teilnehmer erwerben nötiges Wissen, Können und Einstellungen, um den Säugling oder das Kind aus neurokognitiver Perspektive zu verstehen, zu beurteilen und zu behandeln.

Modul 2 Teil 4 [25 FP]

Anwendungsprinzipien der neurokognitiven Rehabilitation in der Handtherapie, bei Schmerz und CRPS

In der klassischen Handtherapie kommen bisher kaum therapeutische Maßnahmen zum Einsatz, welche die Wahrnehmungs- und Funktionsfähigkeit des Patienten in direktem Zusammenhang mit der kortikalen Repräsentation der Hand im zentralen Nervensystem (ZNS) betrachten. Innerhalb des Konzeptes der neurokognitiven Rehabilitation werden die Wahrnehmungs- und Bewegungsqualitäten, die für eine feinabgestimmte und koordinierte Bewegungsausführung der Hand und deren Interaktion mit der Umwelt nötig sind, in direktem Bezug zur kortikalen Repräsentation und möglicher Veränderungen gesetzt.

Kursinhalte:

  • Vertiefung der kognitiven Theorie zur Wiederherstellung von Bewegungsfähigkeit
  • Funktion und differenzierte Bewegungsanalyse der oberen und unteren Extremität
  • Die Besonderheiten der Behandlung des Rumpfes
  • Übungsinstrumente (motorische Imagination, bewusste Erfahrung, verbale Beschreibung)
  • Profil eines Patienten erstellen
  • Befunddokumentation und Behandlungsplanung

Neben theoretischen Inhalten sind praxisbezogene Elemente der Selbsterfahrung, Analyse von Patientenvideos und die Behandlung eines Demonstrationspatienten wesentliche Bestandteile der Weiterbildung. Therapiematerialien werden vorgestellt, ihre Anwendung in Kleingruppen erprobt und es werden gemeinsam neue Übungen kreiert.

Ziel: Du wirst befähigt auf Basis der theoretischen Kenntnisse der neurokognitiven Rehabilitation eine Befunderhebung durchzuführen, eine Behandlung zu planen, durchzuführen und zu evaluieren.

Modul 3 Praxismodul

Das Praxismodul im Rahmen der Weiterbildung umfasst insgesamt 5 Tage (50 Unterrichtseinheiten) und besteht aus zwei Teilen à 2,5 Tagen (je 25 Unterrichtseinheiten). In der Kleingruppe werden die Befunderhebung, Behandlungsplanung und die Durchführung nach den Prinzipien der neurokognitiven Rehabilitation erarbeitet. Die Anleitung und Lernbegleitung erfolgt durch Ergotherapeuten mit langjähriger Praxiserfahrung in der Anwendung der neurokognitiven Rehabilitation. Inhaltliche Schwerpunkte bilden die Behandlung von Patienten mit neurologischen und orthopädischen Erkrankungen.

Kursinhalte:

  • Beobachtung, Planung, Durchführung und Evaluation von Befunderhebung und Behandlung bei max. 2 Patienten
  • Übungen und Behandlungsstrategien am Patienten ausprobieren und reflektieren
  • Pro Praxismodul muss der Teilnehmer eine schriftliche Befunderhebung eines Patienten erarbeiten und spätestens 14 Tage nach Abschluss der Teilnahme beim Praxisanleiter einreichen.
  • Modul 3 Teil 1 Schwerpunkt Neurologie
  • Modul 3 Teil 2 Schwerpunkt Orthopädie

Ziel: Dieses Modul befähigt, die erlernten theoretischen und praktischen Grundlagen des Konzeptes der neurokognitiven Rehabilitation unter fachlicher Begleitung praktisch an Patienten anzuwenden und zu reflektieren.

Modul 4 [25 FP]

Evidenzbasierte Praxis (EBP) und ICF im Kontext der neurokognitiven Rehabilitation

Die Qualitätssicherung des Therapieprozesses gewinnt in der therapeutischen Arbeit zunehmend an Bedeutung. Auch im Rahmen der neurokognitiven Rehabilitation sollen Patienten von einer qualitativ hochwertigen Behandlung profitieren. In diesem Kontext wird die Rolle der evidenzbasierten Praxis und der ICF näher beleuchtet und diskutiert. Effektive und praxisorientierte Möglichkeiten ihres Einsatzes werden erprobt, um den Nutzen für den individuellen beruflichen Alltag überprüft.

Kursinhalte:

  • Evidenzbasierte Praxis Evidenzrecherche und Einschätzung externer Evidenz im Kontext der neurokognitiven Rehabilitation
  • ICF als biopsychosoziales Modell, Aufbau der ICF und Bewertungskriterien
  • Einordnung der neurokognitiven Rehabilitation in das Modell der ICF
  • Vorbereitung der Prüfung (Modul 5), Fallarbeit und Bezüge zur EBP und ICF

Neben theoretischen Inhalten stehen praktische Übungen zur Evidenzrecherche und die Anwendung der ICF an Fallbeispielen in Kleingruppen im Vordergrund. Über die Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von EBP und ICF im Praxisalltag wird diskutiert.

Ziel: Lerne die Möglichkeiten der evidenzbasierten Praxis und den Einsatz der ICF im Kontext der neurokognitiven Rehabilitation und ihres individuellen Praxisalltages einzuschätzen und zu nutzen.

Modul 5

Fallarbeit und Prüfungsmodul

Um den Titel "Fachtherapeut für NeuroKognitive Rehabilitation (VFCR)®" führen zu dürfen, ist eine Teilnahme bzw. Anerkennung aller Module schriftlich nachzuweisen. Die Teilnehmer erstellen für die Anerkennung als Fachtherapeut für NeuroKognitive Rehabilitation (VFCR)® eine schriftliche Fallarbeit über die Behandlung eines frei gewählten Patienten. Die Fallarbeit wird von einer unabhängigen Prüfungskommission nach festgelegten Standards auf ihre inhaltliche Korrektheit sowie formalen Kriterien geprüft und bewertet. Die wesentlichen Ergebnisse der Fallarbeit werden vor einer Prüfungskommission präsentiert und es findet ein Fachgespräch statt.

Prüfungsinhalte:

  • Schriftliche Darstellung eines Patientenfalls aus der persönlichen beruflichen Praxis nach den Prinzipien der neurokognitiven Rehabilitation

    -Ausarbeitung der Befunderhebung, Zielsetzung und Behandlungsplanung

    -Evaluation der Behandlungsergebnisse und Reflexion

  • Präsentation der wesentlichen Ergebnisse der Fallarbeit und kurzes Fachgespräch

Ziel: Du zeigst im Rahmen der Prüfung, dass du die theoretischen und praktischen Inhalte der neurokognitiven Rehabilitation auf einen individuellen Fall aus deiner beruflichen Praxis übertragen und anwenden kannst.

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04.09.2020 - 29.01.2022
Termine 29
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225
Ort:
Leipzig
Fortbildungspunkte:
225 *
Gebühr:
3.500,00 €
Bestell-Nr.:
V1384
Downloads 1

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